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Damit das Leben nicht „zum Kotzen“ ist Theaterstück über Essstörung bewegt Schüler Es ist keine leichte Kost, die das Theater- ensemble SakramO 3D mit ihrem Prä- ventionstheaterstück „Püppchen“ in der Heubacher Stadthalle präsentiert. Es geht um Essstörungen, es geht um die Suche nach den eigenen Stärken. Die gut 120 Siebtklässler des Rosenstein-Gymnasiums und der Schillerschule samt Außenklasse der Klosterbergschule schauen gebannt zu.   Das Stück erzählt realitätsnah von Lena und Shirin, die einen selbstzerstörerischen Weg gewählt haben, mit all dem klarzukommen, was nicht stimmt in ihrem Leben. Lena leidet an Magersucht, Shirin an Bulimie. Lena soll daheim viel auffangen, sie muss funktionieren und unentwegt stark sein – sie findet ihr Leben zum Kotzen. Und das tut sie dann auch. Shirin isst nur noch Miniportionen, um mehr und mehr abzu- nehmen und merkt dabei gar nicht, wie sich ihre Wahrnehmung verändert. Doch sie hungert weiter, weil sie sich immer noch zu dick findet „Das Stück berührt direkt, aber sensibel ein Thema, mit dem vor allem Mädchen kon- frontiert werden. Und es teilt etwas mit: es gibteinen Weg heraus aus diesem zer- störerischen Kreislauf“, erläutert Schul- sozialarbeiter Andreas Dionyssiotis. Neben der Nachbereitung hatten im Vorfeld der Theateraufführung die Schülerinnen aus- führlich Gelegenheit mit der Suchttherapeutin Ruth Rothenberger (Psychosoziale Bera- tungsstelle Caritas) ihre Wahrnehmung für auffälliges Verhalten und Erscheinungs- bilder dieser Krankheiten zu schärfen und auf professionelle Hilfesysteme hingewiesen zu werden.
Schulen sind auf einem guten Weg Sechs Schulen aus Heubach und Bartholomä bekamen das ssw-Logo `Wir sind auf dem Weg´ verliehen, weil sie in Sachen Prävention beispielhaft aufgestellt und vernetzt sind. ssW, kurz für `stark.stärker.Wir´ ist ein Rahmenkonzept des Kultusministeriums, das Schulen bei ihrer Präventionsarbeit berät und unterstützend begleitet. Seit vielen Jahren bauen die Breulingschule, Laubenhartschule, Mörikeschule, Realschule, Schillerschule und das Rosenstein-Gymnasium  darauf, ihre Schüler nicht nur fit für die anstehenden Prüfungen, sondern fit fürs Leben zu machen. Dies betonten auch die beiden locker und präzise zugleich durch den Abend führenden Moderatoren, Alfred Bader, Schulleiter der Schillerschule und Oberstudiendirektor Johannes Miller, der Schulleiter des  Rosenstein-Gymnasiums, und erklärten, wie wichtig eine wertschätzende Atmosphäre ist, in der jeder von den anderen abschauen und lernen darf. Ein schönes Beispiel hierfür gab der Markt der Möglichkeiten, den man vor der eigentlichen Verleihung besuchen konnte und in dem die unterschiedlichen Schularten ihre reichhaltigen individuellen Präventionsansätze vorgestellt hatten. Bevor sie das Wort an den Heubacher Bürgermeister Frederick Brütting weitergaben, erinnerten sie an den traurigen Anlass, den Amoklauf in Winnenden, der die Brisanz und Notwendigkeit von Präventionsarbeit neu vor Augen geführt hatte. Bürgermeister Brütting hob besonders die gute Zusammenarbeit aller Heubacher Schulen hervor, die er als direktes Ergebnis des Schulentwicklungsplanes der Stadt aus dem Jahre 2014 sieht. Präventionsarbeit habe aus Sicht der Stadt, die zwei volle Schulsozialarbeitsstellen, zwei weitere Stellen in der offenen Jugendarbeit und das neue Jugendhaus finanziert, einen hohen Stellenwert. Obwohl Heubach eine Sozialstruktur wie eine große Stadt aufweise, besitze sie nach kontinuierlichen Verbesserungen eine Kriminalitätsstatistik wie ländliche Regionen. Der Bürgermeister schloss mit der Feststellung, dass es sich bei Heubach um eine echte Bildungsstadt handle und richtete seinen Dank dafür an die zahlreichen engagierten Lehrerinnen und Lehrer. Josef Rettenmaier, Leiter des Dezernats Arbeit, Jugend und Soziales beim Landratsamt Aalen, nahm den Faden auf, indem er, nach seiner Gratulation für die verliehene Auszeichnung, ausführte, dass das Geld, das gute Präventionsarbeit nun einmal koste, hervorragend angelegt sei. 17 Mio. Euro an Kosten für die Jugendhilfe, sei eine beachtliche Summe, die jedoch ohne Präventionsarbeit deutlich höher ausfallen würde. Er wünscht Heubach, dass es weiterhin `in der Champions-League der Prävention´ spielen möge. Viktoria Darkashly vom Kulturministerium blieb es dann vorbehalten, die Logo-Plaketten an die beteiligten Schulen zu überreichen. Die Freude an der Präventionsarbeit, so Darkashly, sei deutlich spürbar, besonders, da sich nicht einzelnen Schulen, sondern eine ganze Stadt, `auf den Weg´ gemacht habe, wodurch Präventionsarbeit breit vernetzt werden könne. Rudi Rhode, studierter Musiker und Sozialwissenschaftler, der auf eine 15-jährige Theaterkarriere zurückblicken kann und heute, besonders im Bereich Schule,  als Coach und Berater tätig ist, hielt dann seinen --- nicht ganz unerwartet --- außerordentlich kurzweiligen Vortrag über das gerade an Schulen viel diskutierte Thema, wie die Regeln, die man sich gegeben habe, denn auch um- und durchgesetzt werden können. Aus seiner Erfahrung als Schauspieler wies Rhode auf diverse Fallen hin: die Weichei-Falle, bei der man sich statustechnisch unter den zu Erziehenden einordnet und die Einsichtsfalle, bei der man Konsens will, wo Autorität gefragt ist, sowie die Eskalationsfalle, bei der man aus einer Mücke einen Elefanten macht. In immer wieder neuen Mini-Szenen wies er auf, wie man es machen sollte oder eben, wie es auf gar keinen Fall geht. Dem Vortragenden gelang es, das Lehrreiche äußerst kurzweilig zu vermitteln, weil praxisnah und mit Humor gewürzt. Jede und jeder Erziehende oder Lehrer erinnerte sich an Gelegenheiten, bei denen er in die eine oder andere Falle schon selbst getappt war. Die gute Nachricht: Wenn man einerseits Regeln transparent macht, bekannte Regeln nicht mehr diskutiert, sondern konsequent einfordert, ist man schon ‚auf dem richtigen Weg‘. Gleichzeitig sorgt man durch die Angemessenheit der eigenen Reaktion, evtl. durch das Herausnehmen von Druck in Konfliktsituationen oder das Einräumen von Bedenkzeit dafür, dass die zu Erziehenden aber auch die Jugendlichen selbst keinen Gesichtsverlust erleiden müssen. Die musikalische Umrahmung der rundum gelungenen Veranstaltung erfolgte durch die Schulband der Realschule Heubach unter der Leitung von Stephan Schwenk: Sie begeisterte das Publikum unter anderem mit einem selbst komponierten Song, der es nicht besser auf den Punkt hätte bringen können: Gemeinsam Hand in Hand für eine starke Schulgemeinschaft! Ein Abend voller Anregungen und Impressionen klang aus und die Besucher konnten bestärkt in der Hoffnung nach Hause gehen, dass das Engagement für eine starke Jugend sich lohnt.